Feeds:
Artikel
Kommentare

http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/26943338

Hunde auf Kaninchen gehetzt – verurteilt

Hans Schlegel, umstrittener Hundetrainer, liess Hunde auf Kaninchen und Enten los – mit tödlichem Ausgang. Nun ist er wegen Tierquälerei verurteilt worden.

Schuldig gesprochen: Hundetrainer Hans Schlegel.

Das Drama, das den Aargauer Veterinärdienst zu einer Anzeige bewog, spielte sich im Mai 2006 im Fricktal ab: Hans Schlegel (50) führte eine Halterprüfung mit 26 Hunden durch. Um zu testen, ob die Tiere gehorchen, mussten die Schüler ihre Vierbeiner in ein offenes Gehege mit ­Enten und Kaninchen führen. Dabei geschah das Unvermeidliche: Die Hunde, etwa Golden Retriever und Labradore, waren nicht mehr zu halten. Zwei Kaninchen wurden totge­bissen, ein weiteres verletzt, eine an einen Baum angekettete Ziege sowie einige Enten während Stunden in Angst und Schrecken versetzt. Dieser Darstellung der Staatsanwaltschaft folgte das Laufenburger Bezirksgericht nun mit seinem Urteil. Die Richter verurteilten Schlegel wegen mehrfacher fahrlässiger sowie eventualvorsätzlicher Tierquälerei zu einer Busse von 3000 Franken sowie bedingt zu 60 Tagessätzen à 30 Franken. Hinzu kommen Gerichtskosten von rund 4400 Franken.

Der Schweizer Tierschutz, den schockierte Kursteilnehmer alarmiert hatten, zeigte sich erleichtert über den Schuldspruch. «Die Hunde­schule von Herrn Schlegel hat wegen ihres autoritären Stils einen ­zweifelhaften Ruf», sagt Lukas Berger, Jurist beim Schweizer Tierschutz (STS). Das Strafmass sei aber zu tief und habe keinerlei abschreckende Wirkung. Schlegel will erst am Donnerstag zum Urteil Stellung nehmen.

daw

Verein kämpft weiter für privates Tierheim

Norderstedt -

Obwohl die Stadt Norderstedt gerade die Zuschüsse für das neue Tierheim in Henstedt-Ulzburg erhöht hat, verfolgt der Verein „Tierheim Norderstedt“ nach wie vor mit Hochdruck sein Ziel: ein privates Tierheim für die fünftgrößte Stadt Schleswig-Holsteins. „Der Bürgermeister hat sich gegen eine von der Stadt betriebene Einrichtung ausgesprochen. Unseren Plänen steht er aber durchaus positiv gegenüber“, sagt Ulrike Scholz, Vorsitzende des Vereins. Sie und ihre Mitstreiter besichtigen zurzeit andere Tierheime, versuchen Geld aufzutreiben und sprechen mit der Verwaltung über mögliche Standorte. Der Verein ist weiter davon überzeugt, dass die Stadt ein privates Tierheim braucht: „Wie sollen ältere oder gebrechliche Menschen ohne Auto in den Norden Henstedt-Ulzburgs kommen, um sich ein Tier auszusuchen oder eins abzugeben?“, sagt die Vorsitzende. Sie geht davon aus, dass ein solches Domizil für Fundtiere ausgelastet ist. Bei der Stadt würden nur die Tiere registriert, die die Polizei findet. Viel größer sei aber die Zahl der Fundtiere, die von den Bürgern direkt ins Tierheim gebracht werden. Der Verein kann sich auch ein Nebeneinander von Tierheimen in Norderstedt und Henstedt-Ulzburg vorstellen. Hamburg mit dem zentralen Heim an der Süderstraße und den vielen kleineren Einrichtungen zeige, dass eine Kooperation möglich ist. Morgen treffen sich die Mitglieder um 19.30 Uhr im TuRa-Sportlerheim, um über das Projekt zu diskutieren.
ms

erschienen am 23. August 2002 – Hamburger Abendblatt

Weiterlesen »

Midge – der Polizeihund

Wir suchen Betreiber von Gnadenhöfen, privaten Tierheimen o. ä. die entweder geschlossen wurden (aus welchen Gründen auch immer) oder die vor dem „Aus“ stehen.
Die Medien stürzen sich auf jeden „Skandal“ und verbreiten teilweise Unwahrheiten, die jedoch von den ahnungslosen Lesern ungefiltert
geglaubt und widerrum – gerne übers Internet – verbreitet werden

Wir wollen objektiv – und vor allen Dingen auch von den Betroffenen
selbst – erfahren, was wann wie war und warum. Wie sind oder waren
die Tiere untergebracht, wie viele Tiere, woher stammten diese Tiere
- wie wurden sie versorgt usw. Wo fehlt oder fehlte es Unterstützung
durch Behörden, Tierliebhaber usw.?

Die Tiere brauchen die „Privaten“, denn die öffentlichen Tierheime sind
meist hoffnungslos überfüllt. Oft fehlt es nicht an Enthusiasmus oder
Idealismus sondern schlicht am Geld.

Wäre es nicht toll, wenn zumindest ein Teil der Hundesteuer und sonstigen Tierabgaben für die Erhaltung und Unterstützung privater Gnadenhöfe genutzt werden könnte?

63idtgi.jpg

Weiterlesen »

Dieser Artikel ist für alle Hundebesitzer und Züchter die ihren Hunden nur das Beste geben möchten.  

Man hört immer wieder von Problemen mit der Verdauung, Stoffwechsel
Wachstumskrämpfe und Allergien bei wachsenden jungen Hunden.
Ein Hund ist wie ein Wolf gebaut, er ist in der Lage rohes Fleisch zu verdauen. Ein Hund der die richtige natürliche Ernährung bekommt und gut behandelt wird hat keine Probleme mit Viren, Bakterien, Allergien und erbliche Störungen. Das fängt schon an beim Züchter, der dafür sorgen sollte, dass seine Zuchthunde in optimaler Verfassung sind schon vor der Verpaarung.
Damit die Welpen heranwachsen nach gesunden Eltern und das die neuen Besitzer einen
glücklichen, freudigen, gesunden Hund ohne Wachstumproblemen bekommen.
Besonders in den ersten 12 Lebenswochen spielt die Ernährung eine große Rolle, als Basis für einige wichtige Körperfunktionen. Ab der dritten Woche nach der Geburt ist es empfehlungswert den Welpen komplett frisches Fleisch (Duck Komplett Exzellent) zu füttern zusammen mit der Muttermilch. Ab der siebten Woche holen Sie die Welpen bei der Hündin weg und füttern Sie nur noch Duck Komplett Exzellent.
Komplett Frisches Fleisch ist wichtig für de folgende Körperfunktionen:
1. Die Bildung von neue Körperzellen
2. Die Basis für die Bildung von Enzymen.
3. Die Basis für den Wachstum von Darmbakterien.
4. Das Funktionieren von chemische und biochemische Prozessen.
5. Das Vorbeugen von der Entwicklung von einige erblichen Störungen.
6. Die Bildung von Abwehrstoffen.
7. Der optimale Wachstum von Welpen.
Vorteile von komplett Frischfleischernährung:
8. Der hohe Energiegehalt.
9. Die sehr hohe Verdauunglichkeit.
10. Es ist die Naturernährung für den Hund.
Weiterlesen »

gefunden: forum.maulkorbzwang.de/noncgi/ultimatebb.php/topic/94/286.html

Nachdem in meinem Leben einiges schiefgelaufen ist und ich nach Verlassen meines Heimatzwingers mehr oder weniger planlos umherstreunte, öfters ausgesetzt wurde und teils aus Angst wie auch aus Hilflosigkeit manchmal um mich biß, bin ich nun mit etwa 700 weiteren Rüden , die alle verschiedene und doch so ähnliche Vorgeschichten haben, in einem Zwinger gefangen.
Ich bin alleine in meinem Zwinger, der 7,56 m2 Bodenfläche hat, häufig 23 Stunden am Tag. Für eine Stunde am Tag darf ich mit einem Teil der anderen Rüden bei Wind und Wetter herumtollen, allerdings nur im Vorgarten. Mein Geruchssinn droht zu verkümmern, da es keine fremden Gerüche mehr wahrzunehmen gibt, alles schon x-mal abgeschnuppert.
Die Wärter (Herrchen und manchmal Frauchen) haben so ihre Launen, denen wir fast schutzlos ausgeliefert sind. Das Tierschutzgesetz findet seltenst Anwendung. Viele der Wärter versuchen ihre Komplexe und ihr Versagen im Zivilleben an uns auszulassen, in dem sie ihre Macht im Zwinger demonstrieren.
In der Ausbildung wird der Grundstein gelegt, der ihnen eine angebliche Überlegenheit ihrer Spezies bescheinigt. Wenn wir nicht folgsam sind oder gar nach ihnen schnappen, werden wir in den Betonzwinger gesperrt auf dem Weg dahin kann es schon zu „Unfällen“ kommen, aber es sieht ja keiner.
Streicheleinheiten erhalten wir nicht.
Falls uns mal ein Weibchen besucht, dürfen wir nur aneinander schnuppern, mehr erlauben unsere Wärter nicht, denn jeder Rüde und jedes Weibchen das mit uns verkehrt als potentieller Beißer eingestuft wird.
So wird auf Dauer auch jede emotionelle Regung in uns verkümmern.
Zurück zu meinem Zwinger, in dem ich täglich einmal den Napf gefüllt bekomme oftmals mit Dingen, die man nicht einmal einem Menschen vorsetzen würde. Direkt neben dem Platz für meinen Napf ist mein Hundeklo. Auch meine Schlaf und Ruhematte sowie alles zur Fellpflege ist in greifbarer Nähe. Das vergitterte Licht und Luftloch ist so hoch angebracht, daß wir erst auf einen Stuhl springen müssen.
Schon so mancher Rüde konnte das nicht mehr ertragen, egal ob Pudel oder Pitbull, und hat sich an seinem Halsband am Zwingergitter stranguliert.
Davon hören Tierschütze: meist nichts, oder wollen nichts davon hören da wir in der Öffentlichkeit alle Beißer sind, aber das passiert öfters.
Auch der Tierarztbesuch wird zur Tortour, mit 30 Rüden verschiedenster Rassen stundenlang im Wartezwinger mit ca. 10 m2, das ist wahrlich kein Spaß.
Der Tierarzt selbst erinnert stark an einen Abdecker.
In den seltensten Fällen berührt er tatsächlich einen von uns, denn er sieht uns eher als Simulanten.
Ich habe gehört, daß uns hier geholfen werden soll und wir auf den Wesenstest vorbereitet würden. Ich frage mich jedoch, wie das gehen soll, wenn keiner helfen will, kaum einer von uns zum Üben aus dem Zwinger vor die Tür darf, ganz egal ob und wie der Rüde sich hier führt.
Das kann nicht funktionieren sagen Tierfreunde und das steht auch ganz anders im Tierschutzgesetz stimmt! Doch das Ganze hat System. Läßt man die Rüden hier irgendwann ohne Behandlung und Wesenstest wieder auf andere Hunde los, sind sie durch die Erfahrung und Mißhandlung hier ganz sicher zu Beißern geworden, schlimmere als sie es zuvor je waren. Die logische Folge die Beißer kommen wieder in den Zwinger, diesmal für noch längere Zeit so sind die Zwinger immer ausgelastet, der Arbeitsplatz der Wärter und ihren Chefs gesichert. Daß dies alles auf Kosten und zum Nachteil all der friedlichen Hunde außerhalb der Zwinger geschieht, scheint kein Schwein… äh Hund zu merken.
Die fehlerlosen Menschen sollten doch einmal darüber nachdenken, diese Versuchsreihe gnadenhalber zu stoppen, da sie genau das Gegenteil von dem bewirkt, was erreicht werden sollte zumindest, so lange das Tierschutzgesetz („StVollzG“) nicht das Papier wert ist, auf dem es geschrieben wurde und nur eine Farce darstellt.
Mit dem eingesparten Geld für Wärter, Stacheldraht und Mauern für solche Zwinger, könnten viele Hundeplätze gebaut werden, auf denen unsere Welpen besser üben könnten mit euch zu leben und euch zu respektieren. Somit bliebe viel Leid, Elend und Schmerz künftiger Generationen von solchen inhumanen Bestrafungsaktionen ad acta gelegt. Ich, der ich mich als gelehriger Vertreter meiner Rasse betrachte hoffe, daß es mir nach all den Demütigungen, der Entfremdung und Sklaverei im Zwinger dennoch möglich sein wird, nochmals als normaler Rüde leben zu können leicht wird das nicht.
Ich wunderte mich schon oft, warum vor diesem Zwinger wegen den Mißständen nicht häufiger demonstriert wird, oder wie bei den Versuchen an Äffchen im anderen Zwinger nicht durch militante Tierschützer zur Tat geschritten wird.

Dies mag daran liegen, daß dieser Zwinger nie (wirklich) kontrolliert wird und euch vorgegaukelt wird, alles sei gut.
Damit man unser Jaulen und Gebell nicht hört, werden viele von uns durch Unterdrückung, Drohung, Abschirmung und Stachelhalsband gegängelt.
Warum aber sagt man bloß „Du sollst auch nicht leben wie ein Hund“…?! Wuff

Jeden Morgen, wenn die Sonne ihre ersten Strahlen vorsichtig durch die Wolken schiebt, wenn der Tau silbern auf dem Gras glänzt, wenn die Vögel schon ihr Gefieder geputzt haben, für den kommenden Tag, erwachst Du aus Deinem bleiernen Schlaf,
aus schönen oder schrecklichen Träumen.
Und jeden Morgen fällt Dein Blick auf die Gitter,
die Dir so wenig Freiheit lassen.
Sie begleiten Dich den ganzen Tag,
häßlich grau und unerbittlich.
Jeden Abend, wenn der Mond sein volles Licht in Dein Fenster wirft,
dann ist das Gitter ein gespenstischer Schatten,
der sich auf den Zellenwänden widerspiegelt.
Wie oft hast Du schon die Längs- und Querstäbe gezählt,
und doch weißt Du nicht, wie viele es sind!

Heute bin ich gestorben.
Ihr habt genug von mir gehabt.
Ihr habt mich in ein Tierheim gebracht. Es war überfüllt.
Wahrscheinlich bin ich unter einem unglücklichen Stern geboren.
Jetzt liege ich in einem schwarzen Plastiksack.
Mein Halsband, das zu klein war und auch schmutzig, hat die Frau,
die mich über die Brücke zum Regenbogen geschickt hat, abgenommen.
Das und die kaum benutzte Leine, die Ihr hier gelassen habt, wird ein anderer Welpe bekommen.
Hätte es sein können, dass ich immer noch bei Euch zu Hause wäre, wenn ich den Schuh nicht zerkaut hätte ?
Ich wusste nur, dass es Leder ist, es lag vor mir auf dem Boden.
Ich wollte nur spielen. Ihr habt vergessen, Hundespielzeug zu kaufen.
Meine Nase in das, was ich gemacht hatte, zu tunken,
machte mir nur ein schlechtes Gewissen, dass ich mich überhaupt lösen musste.
Es gibt Bücher und Ausbilder, die euch erklärt hätten, wie ihr mir beibringt, zur Tür zu gehen.
Wäre ich immer noch zu Hause, wenn ich kein Flöhe in euer Heim gebracht hätte?
Ohne Anti-Floh-Behandlung konnte ich sie nicht loswerden,
auch wenn ihr mich für Tage im Hof gelassen habt.
Wäre ich noch zu Hause, wenn ich nicht gebellt hätte?
Ich habe nur gesagt: „Ich habe Angst, ich bin einsam, ich bin hier, ich bin hier!
Ich möchte euer bester Freund sein“
Wäre ich immer noch zu Hause, wenn ihr euch die Zeit genommen hättet,
euch um mich zu kümmern und wenn Ihr mich gelehrt hättet, mich richtig zu benehmen?
Wäre ich noch zu Hause, wenn ich euch glücklich gemacht hätte?
Aber wenn Ihr mich schlagt, wie kann ich Euch da erfreuen ?
Nach der ersten Woche habt Ihr keine Zeit mehr für mich gefunden,
aber ich habe all die Zeit damit verbracht, auf eure Liebe zu warten.

Der Schwimmer

Er öffnete die Augen und sah sich um. Er war immer noch in diesem hellen,
kalten Raum. Mit einem Seufzer schloss er die Augen wieder. Ihm war kalt. Er
lag ja nur auf den kalten , weißen Fliesen. Er hatte keine Decke, die die
Kälte, die aus dem Boden kam, aufhalten konnte. Sein Kopf schmerzte und
seine Glieder taten ihm weh. Dann hörte er Stimmen. Sie riefen nach ihm. Sie
riefen : “ Nr. 1985 komm her! ³ Er wusste das er gemeint war und so verzog er
sich in eine Ecke des Käfigs , indem er schon so lange Zeit verbringen
musste. Er erinnerte sich nicht mehr an früher. Die Schmerzen in seinem Kopf
waren zu stark. Er sah den Mann, der ihn immer, jeden Tag aufs Neue, holte.
Er hörte wie ein anderer Mann zu diesem sagte: “ Wie lange brauchst du denn
um den schwarzen Labrador herzubringen?³ “ Er will nicht!³ entgegnete der,
der ihm am nächsten stand. “Mach schon! Die anderen müssen auch noch
drankommen! ³ Wie? Es gibt noch mehr von ihm? Er war nicht der einzige, der
auf kalten Boden schlafen musste? Er war nicht der einzige, den sie jeden
Tag holten? Er hatte große Angst. Er zitterte. Die Hand des Mannes strich
ihm sanft über den Kopf. “Na komm schon Nr. 1985. Du weißt was mit dir
passiert, stimmt¹s? Komm schon Schwarzer oder willst du, dass ich Ärger
bekomme?³ Er wusste, dass er mitgehen musste. Er konnte sich nicht wehren. Zu
oft hatte er schon versucht zu entkommen und jedes mal, fingen sie ihn
wieder. So ging er mit dem Mann, der ihm während des Laufens am Ohr kraulte.
Er ging voraus, denn er wusste wohin sie ihn bringen würden. Vor dem großen
Wasserbecken blieb er stehen und schaute sich um.

Da kamen sie. Fünf Männer in weißen Kitteln mit Schreibtafeln und Stiften in
den Händen. Er setzte sich und wartete bis sie bei ihm waren und ihm
befahlen in das Becken zu steigen. Er tat wie ihm geheißen wurde und
kletterte hinein. Dort wartete er bis man ihn am Halsband an eine Stange
gebunden hatte, die in das Becken hinein reichte. Dann spürte er wie der
Boden unter seinen Füßen sich bewegte und das Wasser um ihn herum immer
höher stieg. Ruhig wartete er bis es so hoch war, dass er schwimmen musste.
Er kannte das alles ja schon. Er schwamm. Ruhig und gelassen immer im Kreis,
denn die Stange an seinem Hals erlaubte ihm nicht an den Wänden
hinaufzuklettern. So schwamm er wie immer. Er wusste, dass es bald enden
würde. Und so schwamm er immer weiter. Er spürte, wie er langsam schwächer
wurde. Sein Kopf schmerzte und seine Läufe taten ihm weh. Doch er schwamm.
Er schwamm bis er seinen Fang kaum noch über Wasser halten konnte. Da gab er
auf. Und stoppte. Er sank tief in das Wasser hinab. Früher hatte er versucht
wieder an die Wasseroberfläche zu gelangen, doch er wusste, dass sie ihn
wieder rausholen würden. So auch diesmal. Sie zogen ihn aus dem Wasser. Der
Mann der ihn aus seinem Käfig geholt hatte, nahm ein Tuch und trocknete ihm
etwas das Fell. Er hörte wie ein Mann sagte: “Er hat sich verbessert.
6 Stunden, 39 Minuten und 12 Sekunden. Er ist sogar besser als der Retriever.³
Der Mann trug ihn zurück in den Käfig.

Erst als das Licht in dem Raum aus war, erwachte er wieder. Sein Fell war
trocken und ihm war kalt. Langsam versuchte er sich aufzurichten. Da fiel
ihm auf, dass diesmal etwas anders war an seinem Käfig. Die Tür stand etwas
offen. Mit dem Fang schob er die Tür auf und schlich sich zum
Lüftungsschacht. Er wusste, wenn er bis dahin gelangen würde, dann wäre er so
gut wie frei. Leider hatten sie ihn kurz davor immer einfangen können.
Diesmal jedoch gelang es ihm bis in den Schacht zu kommen. Leise schlich er
im Labyrinth der Lüftung entlang. Nach einer Weile blieb er stehen. Er
musste sich ausruhen. Sein Kopf schmerzte wieder. Er leckte sich seine
Pfoten und schlief ein. Er erwachte weil ihm ein kühler Wind um die Ohren
fegte. Er lief weiter. Schnuppernd suchte er sich seinen Weg. Immer dem Wind
nach. Und er kam an sein Ziel. Es war hell dort draußen. Mit einem Satz
sprang er aus dem Lüftungsschacht. Wie es sich anfühlte Sand unter den
Pfoten zuhaben. Er genoss es einen Augenblick und lief dann los. Er kam zu
einem hohen Zaun. Überklettern konnte er ihn nicht. Also blieb nur die
Möglichkeit unten durch. So begann er zu buddeln. Da hörte er eine Sirene.
Er sah sich um. Sie kam aus dem Haus , aus dem er gerade geflüchtet war. Er
buddelte schneller und da war das Loch groß genug um sich hindurch zu
quetschen. Auf der anderen Seite des Zaunes war ein großer Wald. Er lief in
den Wald und versteckte sich in einem alten Dachsbau.
Dort schlief er bis zur Nacht.

Als er erwachte, war alles um ihn herum dunkel. Er setzte sich vor die Höhle
und witterte eine Hasenspur. Er folgte ihr, denn sie war sehr interessant
für ihn. Er kannte solche Gerüche nicht. Am Ende der Fährte lag ein
Hasenbau. Er war leer und so zog er weiter. Wohin wusste er nicht. Hauptsache
weg von dort. Am Morgen erreichte er den Waldrand. Er sah über ein großes
Feld direkt zu einem Haus. Wo Häuser sind dort sind auch Menschen. Und
Menschen sollte man lieber aus dem Weg gehen. Aber vielleicht hatten sie
etwas zu fressen für ihn. So trottete er langsam zu dem Haus. Vor dem Haus
spielte ein kleiner Mensch mit einem runden Ding. Er sah eine Weile zu und
ging dann auf den Mensch zu. Als dieser ihn sah, stellte er sein Spielen
ein. Er setzte sich auf den Boden und rief: “Komm her Hundi! Na komm schon,
ich tue dir doch nichts. Komm her, komm !³ Er ging zu dem kleinen Menschen.
Als er dort war, strich dieser ihm über den Kopf. Erschrocken zuckte er
zusammen. Das kannte er. Danach begannen immer die Qualen. Doch diesmal ging
der Mensch weg und kam mit einer Schüssel Milch zurück. “Hier trink das. Du
bist sicher hungrig. Schau mal was ich hier habe.³ Der Junge hielt eine
Leberwurststulle in der Hand und zeigte sie dem Hund. Dieser nahm sie
vorsichtig und fraß sie genüsslich. Zum Dank schleckte er dem Jungen die
Hand. In diesem Moment kam der Vater des Jungen aus dem Haus und sah das
Geschehen. Er brüllte der Junge solle weggehen und dass er den Hund
erschießen würde. Erschrocken rannte er davon. Nun wusste er dass viele
Menschen böse sind. Aber nicht alle.

Er rannte über eine große Wiese, Plötzlich vernahm er ein ohrenbetäubendes
Geräusch erschrocken suchte er Deckung, doch er fand keine auf dieser großen
Wiese. Da war plötzlich ein riesiger Vogel über ihm, dessen Flügel im Kreis
rotierten und der kleine Steine spuckte, die ihn nur knapp verfehlten. So
lief er und lief, so schnell ihn seine Pfoten tragen konnten. Nach einiger
Zeit der Flucht kam er an ein riesiges Becken mit Wasser. Nun wusste er
Bescheid. Die Männer in den weißen Kitteln hatten ihn gefunden und stellten
ihn abermals auf die Probe. So stieg er in das salzige Wasser des Meeres.
Ruhig lief er bis es so hoch war, dass er schwimmen musste. Er kannte das
alles ja schon. Er schwamm. Ruhig und gelassen immer geradeaus. Diesmal war
keine Stange an seinem Hals. Diesmal gab es auch keine Wände, an denen er
hätte hoch klettern können. So schwamm er wie immer. Er wusste, dass es bald
enden würde. Und so schwamm er immer weiter. Nach einer Ewigkeit spürte er,
wie er langsam schwächer wurde. Wieder schmerzte sein Kopf und seine Läufe
taten ihm weh. Doch er schwamm. Er schwamm bis er seinen Fang kaum noch über
Wasser halten konnte. Da gab er auf. Und stoppte. Diesmal holten sie ihn
nicht heraus. Diesmal sank er und er versuchte nicht wieder an die
Oberfläche zu gelangen, denn dort warteten sie. Und so sank er immer tiefer
bis zum Grund, doch das spürte er nicht mehr.

Kampfhunde

Verkannt, verleumdet und verachtet

von cand. med. vet. Markus Rogen

Es gibt wenig Themen, die so emotional, und mit so wenig Sachverstand diskutiert werden, wie der Bereich der sogenannten „Kampfhunde“. Dieser Artikel ist der Versuch, ein wenig Hintergrundwissen zu vermitteln, denn jede Diskussion ohne sachliche Grundlagen verhärtet nur die Fronten und kann kein befriedigender Ansatzpunkt sein.

Vergeblich werden Sie in diesem Artikel nach Schauergeschichten von zerfleischten Passanten und den dazugehörigen blutrünstigen Bildern, in denen die Retusche noch kräftig mit dem Rotstift nachgeholfen hat, Ausschau halten. Sie werden keine Storys über Zuhälter und ?Kampfmaschinen? lesen – und auch nicht den Unsinn, dass besagte Hunde nicht auslassen können, oder ihre Welpen totbeißen.

Meiner Meinung nach sollte man das Wort „Kampfhund“ zum Unwort der Neunzigerjahre erklären. Kreiert von sensationsproduzierenden Presseleuten sagt dieser Begriff (Beachte diesen Bericht) überhaupt nichts aus. Was eigentlich ist ein sogenannter „Kampfhund“? Vielleicht ein Hund jedweder Rasse, der zum Kampf eingesetzt wird oder wurde? – Wenn ja – gegen wen? Alexander der Große führte großrahmige Hunde zur Bewachung seiner Lager mit sich heim nach Griechenland – waren das Kampfhunde – oder besser Kriegshunde? Manche meinen, es handle sich um Hunde, die gegen andere Hunde und Tiere kämpfen – dann wäre ein Dackel, der gegen den Fuchs im Bau kämpft, auch ein Kampfhund. Wieder andere – darunter auch viele Politiker meinen, es seien dies Hunderassen, die gegen Menschen kämpfen. Nun – dann wären die Gebrauchshunderassen – und damit der Schäferhund allen voran – eher „Kampfhunde“, denn sie werden tatsächlich von Polizei und Militär als Schutzhunde eingesetzt. Die Hunde, die fälschlicherweise mit dem Begriff assoziiert werden, wurden nie zum Einsatz gegen Menschen gezüchtet – daher auch noch heute deren herausragende Menschenfreundlichkeit. Oder sind „Kampfhunde“ Hunde, die Unfälle verursacht haben? Dann aber wieder wären es einzelne Hunde jedweder Rasse oder auch Mischlinge, die sich als bissig erwiesen haben; hier jedoch wäre analog zur nordrhein-westfälischen Gefahrenhundeverordnung der Begriff „gefährlicher Hund“ naheliegender.
Häufig verwendet jedenfalls wird dieser irreführende Begriff im Zusammenhang mit molossoiden und bullterrierartigen Rassen. Die Molosser leiten sich, wie man heute vermutet, größtenteils von tibetmastiffähnlichen Hunden, die Alexander der Große nach Griechenland brachte, ab. Diese schweren, großrahmigen Hunde sollten besonders durch ihr Aussehen beeindrucken. Mit der Zeit verbreiteten sich diese Hunde über den Mittelmeerraum, später nach England und auch nach Südamerika und vermischten sich dort mit einheimischen Rassen. Bekannte Vertreter sind der Mastino Napoletano (Italien), Bordeauxdogge (Frankreich), Mastín Español (Spanien), Mastiff und Bullmastiff (England), Fila Brasileiro (Südamerika) und etliche andere. Fast alle diese Hunde haben eine hohe Reizschwelle, sind also sehr ruhig, aber nicht sonderlich arbeitsfreudig, so dass eine Ausbildung in Richtung Sporthund nicht unbedingt angeraten werden kann.

Die zweite Gruppe, welche ebenfalls mit diesem Begriff assoziiert wird, sind die Hunde, die ich als „Bullterrierartige“ bezeichnen möchte. Diese Hunde sind später entstanden und besitzen teilweise molossoides Blut und teilweise Terrierblut, was diese Hunde agiler und arbeitsfreudiger macht. Die Reizschwelle ist zumeist mittel, und die Arbeitsfreude hoch, somit ist eine Eignung zur Ausbildung in allen möglichen Sparten, vom Schutzhund bis zum Rettungshund, durchaus hervorzuheben.

Es traten auch bei diesen Hunden Vermischungen mit jeweils einheimischen Rassen auf. Diese Hunde waren reine Arbeitshunde, welche als Helfer bei der Schwarzwildjagd, Bewacher, aber auch zur Vernichtung von Ratten und leider auch als ?gesellschaftliches Spektakel des armen Mannes? zum Kampf Hund gegen Hund eingesetzt wurden. Hier möchte ich betonen, dass die Aggression anderen Hunden gegenüber in hohem Maß den Hunden antrainiert wurde, also nicht grundsätzlich genetisch bedingt ist. Sie sind jederzeit herzlich eingeladen, diese friedlichen Hunde auf unseren Ausstellungen zu beobachten. Die Tiere sind sehr menschenfreundlich und das Maß innerartlicher Aggression geht über das normale Maß terrierartiger Hunde gemeinhin nicht hinaus. Ausnahmen in Einzelfällen können nicht einer bestimmten Rasse zugeordnet werden.

Durch die gegebene Verwandtschaft mit den Molossern wäre es nicht korrekt, diese Hunde direkt der Gruppe „Terrier“ zuzuschlagen. Das Temperament der Hunde liegt auch zumeist unter dem eines typischen Terriers, wie z.B. dem des Deutschen Jagdterriers. Typische Vertreter dieser Hunde sind z.B. der Englische Bull Terrier, der Staffordshire Bull Terrier, welcher ebenfalls aus England kommt, sowie American Staffordshire Terrier und American Pit Bull Terrier aus der Ursprungsgegend Nordamerika. Letztere beide wurden lange als eine Rasse geführt. Der American Staffordshire Terrier, wie auch Bull Terrier, Miniatur Bull Terrier und Staffordshire Bull Terrier werden heute von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) betreut, der American Pit Bull Terrier von UKC (United Kennel Club), ADBA (American Dog Breeders Association) und etlichen kleineren Vereinen. Die FCI erkennt Rassen nur als solche an, wenn diese von ihr betreut werden. Trotzdem muß gesagt werden, dass der American Pit Bull Terrier sehr lange liniengezüchtet wird, und vollständige Stammbäume bereits aus Zeiten existieren, zu denen der Deutsche Schäferhund noch lange auf sein erstes Erscheinen wartete.
Am längsten kennen wir aus diesen beiden Gruppen, deren Ursprung weit zurück in Tibet liegt, den Tibet Mastiff, dessen damaliges Erscheinungsbild sich vermutlich ziemlich vom heutigen unterschied. Bereits auf dem Fries des Tempels des assyrischen Herrschers Assurbanipal in Ninive kann man, heute im British Museum, London, Krieger sehen, die großrahmige Hunde dieser Art mit sich führen. Auch wenn durch die Jahrtausende sich Wesen und Erscheinungsbild verändert haben mögen, spricht doch bereits Plinius der Jüngere in einer seiner Abhandlungen über Tiere von großen, starken Hunden, deren Beschreibung genau an direkte Vorfahren des heutigen Mastino Napoletano erinnert.

Es sind in diversen Ländern Bestrebungen im Gange, derartige Hunde ausrotten zu wollen. Wie Sie im folgenden noch lesen werden, überschätzt man Gefahren, die von diesen Hunden ausgehen, extrem. Den Hund möchte ich auch als ein Kulturgut betrachten – als einen Spiegel des Menschen und seiner Geschichte, und es wäre ein Jammer, wenn diese Hunde, auf deren unverbrauchtes, kaum degeneriertes genetisches Potential man immer wieder zurückgreifen kann, von Ignoranten, denen jede Sachkenntnis, und auch die Bereitschaft, diese zu erwerben, fehlt, tatsächlich ausgerottet werden würden, denn eine Auslöschung ist irreversibel.

Die Hysterie der Bevölkerung wird einesteils durch einseitige Medienberichte geschürt, andererseits kann man diese Hysterie auch mit der Entfremdung des Menschen von der Natur zusätzlich begründen. Der durchschnittliche Städter weiß überhaupt nicht mehr, wie man sich einem Tier gegenüber verhält, geschweige denn, welche Bedürfnisse es hat. Dieses Unwissen baut irrationale Ängste auf, welche kaum mehr abzubauen sind – zumindest nicht in der breiten Masse der Bevölkerung. Dies wird immer schlimmer – besonders bei Kindern, und es ist schon ein sehr zweifelhafter Werbeerfolg, wenn man stolz ist, dass Kinder Kühe lila zeichnen, oder glauben, sie hätten einen Spezialhahn für Erdbeeryoghurt. Eine Lehrerin erzählte mir, dass tatsächlich einige Kinder in ihrer Klasse der Meinung waren, Milch sei ein industriell hergestelltes Kunstprodukt. Natürlich ist es aber auch nicht gut, wenn Menschen glauben, ihrem Kind ein Tier schenken zu müssen, die notwendige Sachkenntnis jedoch fehlt. Dies führt dann häufig zu neurotischen, fehlgeprägten Tieren – bei fast jeder Tierart.

Nehmen wir nun einmal Abstand von den landläufigen Meinungen, so werden wir feststellen, dass diese Hunde ganz anders sind, als sie dargestellt werden. Bei Gesprächen mit Tiermedizinern in der Praxis höre ich häufig, gerade diese Hunde seien bei der Behandlung besonders ruhig und gelassen, was wiederum deren Nervenfestigkeit bestätigt. Gefährlich wären Angstbeißer, nicht nervenstarke Hunde – erstere kommen bei den besprochenen Rassen so gut wie nie vor, außer die Tiere würden fehlgeprägt, was bei allen Hunderassen gleichermaßen zu einem unbefriedigenden Ergebnis führen würde. Besagte Nervenfestigkeit macht unsere Rassen im wirklichen Leben so angenehm, da es sich um Hunde handelt, auf die man sich zwar im Ernstfall verlassen kann, die aber nicht gefährdet sind, Überreaktionen zu zeigen.

Fast schon erheiternd ist das Argument der Gegner dieser Hunde, die Tiere wären potthässlich. Abgesehen davon, dass dies kein Argument zum Verbot sein kann, lässt sich über Geschmack streiten. Einem entnervten Mastinobesitzer, dem zum wiederholten Male vorgeworfen wurde, sein Hund sehe „wie ein Totalschaden“ aus, und wie man sich nur ein derart hässliches Tier zulegen könne, kann ich seine Antwort wirklich nicht mehr verdenken: Er fragte den Reporter, warum er ausgerechnet diese Frau (sie stand neben ihm) geheiratet habe.
Das schlimmste, womit Besitzer dieser Rassen, abgesehen von Verbotsbestimmungen, konfrontiert werden, sind Vorurteile. Kaum jemand hatte je Kontakt zu diesen seltenen Rassen, aber jeder glaubt zu wissen, dass diese Hunde kein normales Hundeverhalten zeigen.

Unsere Rassen haben eine mittlere bis teils sehr hohe Reizschwelle, was heißt, dass sehr viel passieren muss, bis der Hund reagiert. Von unkontrollierten Beissern kann also nicht die Rede sein. Dass diese Hunde keinen anderen „Kiefermechanismus“, wegen welchem sie nicht mehr auslassen können, besitzen, brauche ich Ihnen als Tiermedizinern nicht zu erklären – und ebenfalls nicht das von einer Frauenzeitschrift in die Welt gesetzte Gerücht, Pitbulls hätten 82 (!) Zähne. Hier hat wohl der Alligator Pate gestanden. Natürlich kann ein kräftigerer Hund im Zweifelsfall mehr Schaden anrichten, als ein kleinerer Hund, aber ein nicht diesen Rassen zugeschlagener großer Hund, beispielsweise eine Dogge oder ein Boxer können genauso beißen, ganz abgesehen von der Tatsache, dass große Hunde zumeist ruhiger sind und deshalb weniger Unfälle verursachen. Mir zumindestens ist es lieber, von einem kräftigen Mastino nicht gebissen zu werden, als einen schwächeren Dackel an der Wade hängen zu haben. Sie erkennen, wichtig ist nicht die Kraft, mit der ein Hund beißen könnte, sondern die Tatsache, ob er es tut, oder nicht. Wir raten allen Hundebesitzern, einen Hundeausbildungsplatz zu besuchen, denn ein gut erzogener Hund wird kaum negativ auffallen.

Natürlich gibt es fehlgeprägte, oder falsch, bzw. überhaupt nicht erzogene Hunde, die Unfälle verursachen. Dies liegt aber nicht an der Rasse, sondern am Besitzer. Auf dem Hundeplatz können Sie sich gerne davon überzeugen, dass im Schutzdienst auch Bullterrier und Molosser auf Kommando auslassen – sonst würden sie keine Prüfung bestehen, und die vorher abzuleistenden Unterordnungsübungen sind obligatorisch. Bei allen Rassen und Mischlingen ist es übrig der Fall, dass korrekt ausgebildete Hunde, weniger Unfälle verursachen, als nicht ausgebildete Hunde.

Nächstes Vorurteil: Besagte Rassen beißen ihre Welpen tot. Wenn dem so wäre, wären ganze Hunderassen bereits ausgestorben. Niemand kann sich 24 Stunden am Tag neben die Wurfkiste setzen, oder der Hündin das Maul zubinden. Sollte derartiges Verhalten einmal beobachtet worden sein, so ist dies nicht physiologisch. Der Einzelfall besagt nichts über die Rasse, denn genetische Verhaltensdefekte kommen bei allen Rassen vor, und mir ist nicht bekannt, dass das Phänomen bei diesen Rassen gehäuft auftritt. Dagegen sprechen auch die vielen Würfe, die ich schon beobachtet habe.

Häufig ernte ich verdutzte Gesichter, wenn ich auf Ausstellungen im Informationsstand der rassebetreuenden Vereine, die den Haltern dieser Hunde mit Rat und Tat zur Seite stehen, stehe und den Leuten erkläre, diese Hunde würden sich gut mit Kindern vertragen. Das stimmt tatsächlich, denn ein Bulli beispielsweise nimmt es nicht übel, wenn ein Kind mal in den Fang fasst, oder an der Rute zieht. Oder hätten Sie gewusst, dass der lustige kleine Hund in der alten Kinderserie „Die drei kleinen Strolche“ ein American Pit Bull Terrier war? Gleichwohl rate ich Eltern grundsätzlich, Kinder und Tiere nicht unbeaufsichtigt alleine zu lassen, denn erstens können auch Kinder Hunden etwas antun, und zweitens könnte ein Tier jeder Art auch die Handlung eines Kindes falsch verstehen.

Probleme in ganz anderer Art ergeben sich allgemein für viele Hunderassen. Ich möchte das den „Lassie-“ oder „Kommissar-Rex-Effekt“ nennen. Es hat noch keiner Hunderasse gut getan, populär zu werden. Erstens versuchen skrupellose Geschäftemacher, diese Hunde planlos zu vermehren – ich vermeide hier den Begriff ?züchten? absichtlich. Zuchtauswahl, Impfungen und Tierbetreuung werden vernachlässigt, so dass der unglückliche Käufer damit rechnen muss, einen kranken Hund, der nicht richtig geprägt wurde zu bekommen. Dies ist die eine Seite – die andere wird selten gesehen: Je populärer eine Rasse ist, um so wahrscheinlicher ist es, dass sie in falsche Hände gerät, denn um so weniger muss sich der potentielle Käufer bemühen, an diese Hunde zu kommen. Jemand, der bereits nach Literatur gesucht hat, Telefonate mit Zuchtverbänden geführt hat, zu einem Züchter am anderen Ende des Landes gefahren ist, wird über mehr Sachkenntnis verfügen, als jemand, der einen Hund schnell irgendwo an der Ecke gekauft hat. Ich werde noch darauf eingehen, dass Mischlinge und Schäferhunde in der Unfallstatistik ganz oben stehen. Dies ist nicht generell auf eine genetisch verankerte Gefährlichkeit dieser Hunde zurückzuführen, auch nicht auf die hohe Anzahl, sondern darauf, dass jedem Ignoranten, der nur mal eben zur Bewachung einen „scharfen Hund“ wünscht, Rassen wie Schäferhund oder Dobermann zuerst einfallen. Es ist zwar festzustellen, dass auch die Rassen, um welche es in diesem Artikel geht, derzeit vermehrt gehalten werden, jedoch ist die Gesamtzahl nach wie vor verschwindend gering.

Schuld an der Tatsache, dass dennoch momentan eine verstärkte Nachfrage besteht, sind eindeutig negative Presseberichte. Aufgrund dieser interessiert sich nämlich bisweilen genau die Klientel für besagte Rassen, die wir nicht in unseren Reihen haben wollen. Uns ist es am wenigsten recht, wenn irgendwelche Personen sich derartige Hunde zulegen, nur um ihr angeschlagenes Ego aufzuwerten, oder weil sie in ihrem Hund eine Waffe sehen. Dies ist aber keinesfalls die Schuld der Hunde – und scharfmachen kann man jeden Hund – unabhängig von der Rasse. Hoffentlich merken diese Leute möglichst bald, dass diese Hunde, die nie zum Angriff auf Menschen gezüchtet wurden, das gar nicht halten, was bestimmte Leute von ihnen erwarten.

Aber die Presse lässt nicht locker – zu schön sind die immer wieder aufgewärmten Horrorstorys, von denen man nicht einmal weiß, ob sie jemals passiert sind; zu gut verkauft sich das Blut, das aus der Zeitung herausläuft, wenn man sie nicht genau waagrecht hält, und zu gerne lesen die Leute die Gruselgeschichten vom reißenden Kampfhund – kostet doch eine Ausgabe einer gut bebilderten Tageszeitung höchstens ein Drittel einer Geisterbahnfahrt. Der Grund ist meines Erachtens darin zu suchen, dass Menschen dazu neigen, sich auf irrationale Gefahren vermehrt zu stürzen. Da objektiv kaum eine ernstzunehmende Gefahr von diesen Hunden ausgeht, kann man sich, ohne selbst groß gefährdet zu sein, wunderbar aufregen. Die Tatsache, dass manche Menschen an einer regelrechten Hundephobie leiden, ist bedauerlich – aber irrationale Ängste können kein Grund zu einer Diskriminierung ganzer Hunderassen sein.

Die Absicht der Presse ist es, Kuriositäten zu berichten, nicht alltägliches aufzuwärmen. Der Schäferhund, der einen Passanten beißt, ist nichts Außergewöhnliches, ebensowenig wie der völlig normale Hundehalter der Freude an seinem Bullterrier hat und mit ihm glücklich seit zehn Jahren zusammenlebt – Sie werden keine Zeile davon lesen. Der vermeintliche ?Kampfhund? hingegen ist immer eine Meldung wert – gerade weil es so selten vorkommt. Wenn dem nicht so wäre müßte die Presse auch nicht immer wieder auf uraltes Archivmaterial zurückgreifen. Völlig abgesehen von selbstproduzierten Falschmeldungen bestimmter Sender. Wenn man einem mittellosen Bewohner auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslaviens, der nicht weiß, wie er das Abendessen für seine Familie bezahlen soll, das Jahresgehalt eines Bankdirektors dort dafür bietet, dass er mal kurz seine Hunde raufen läßt, und dieser sich dafür hergibt, hat das nichts mehr mit objektiver Berichterstattung zu tun. Sicher – Unfälle mit Hunden sind bedauerlich, aber vor einiger Zeit berichtete die dpa, dass ein Bullterrier in Australien eine Person leicht verletzt hat. Man fragt sich schon, was sonst 20.000 km entfernt von hier passieren muss, dass es der dpa eine Meldung wert ist – es muß schon mindestens ein größeres Flugzeug abstürzen.
Bewusst haben wir häufig auf Ausstellungen die Presse eingeladen. Jedesmal sitzen die Reporter dann, meist für sie kostenlose Sandwiches essend, herum und warten mit gezückter Kamera darauf, dass ein Kind gefressen wird. Leider können wir damit nicht dienen, und vor Ausstellungsende fragen wir dann immer die Reporter, wann denn etwas gesendet würde, was ihnen dann ein müdes Lächeln und die Auskunft „Drehen Sie mal die Abendschau auf – allerdings, wenn heute etwas wichtigeres passiert ist, sind die Chancen gering.“ entlockt. – Einfach toll, diese objektive Berichterstattung. Tatsachen, wie zum Beispiel die, dass derartige Hunde sogar erfolgreich als Rettungshunde eingesetzt werden, ignorieren die Medien trotz unserer dahingehenden Informationen. In America wird der American Pit Bull Terrier übrigens als ?social dog? verwendet. ?Social dogs? sind Hunde, mit denen die Besitzer in Krankenhäuser, Altenheime etc. gehen, um den dortigen Personen wenigstens etwas Abwechslung und soziale Kontakte zu verschaffen.

Diese ganze Pressehetze führt immer wieder zu Verboten oder Haltungs- beschränkungen, die ganze Rassen beinhalten. Unsere Aktion für bedrohte Hunderassen setzt sich sehr für die Belange der Halter ein, und so ist es uns gelungen, derartige Verordnungen in Hamburg, im Saarland und in Baden-Württemberg auf dem Klageweg zu beseitigen. In Nordrhein-Westfalen konnten wir an einer Gefahrenhundeverordnung, die Vorbildcharakter haben soll, mitarbeiten. Diese Verordnung kennt nur gefährliche Hunde (jedweder Rasse) und verzichtet auf die willkürliche Nennung einzelner Rassen. Unseres Erachtens ist es juristisch nicht zulässig, ganze Rassen zu verbieten. Erstens widerspricht das dem Gleichheitsgrundsatz – zweitens müßte man dann die Rassen verbieten, mit denen statistisch das meiste passiert, was objektiv nicht der Fall ist.

Aufgeführt werden stets Rassen, die nur mit wenigen Exemplaren vertreten sind. Mit Hunderttausenden von Schäferhundehaltern legt sich kein Politiker an – verbieten sie jedoch wenige, selten gehaltene Rassen können sie den Wählern erzählen, sie hätten das „Kampfhundeproblem“, (das gar nicht existiert) erfolgreich gelöst, um von anderen, wichtigeren Problemen abzulenken.

Übrigens – die Unfallstatistiken sind objektiv – sie stammen vom Deutschen Städtetag, dem man ohnehin sogar eher Hundefeindlichkeit vorwerfen könnte – allein schon wegen der Hundekotdiskussion, sowie von der nordrhein-westfälischen Polizei.

Seltsame Blüten treiben rassespezifische Verordnungen bisweilen: Bayern, das ein Totalverbot (Zucht und Haltung) bestimmter Rassen kennt (übrigens der Grund, warum ich momentan keinen Hund haben kann), nennt in der Verordnung, gegen die wir mittlerweile in Karlsruhe geklagt haben, die Rasse Tosa Inu – leider gab es zu dem damaligen Zeitpunkt in ganz Bayern nur einen Tosa – und der fiel unter den Bestandsschutz und ist mittlerweile tot. Requiescat in pacem – mens sana in Campari Soda! Baden-Württemberg nannte damals in der Verordnung den Miniatur-Bullterrier – wie diese paar Kilo Hund großen Schaden anrichten sollen, ist uns bis heute schleierhaft. Interessant ist auch, dass verschiedene Länder völlig unterschiedliche Rassen zu „Kampfhunden“ erklären. Ist etwa ein bayerischer American Staffordshire Terrier gefährlicher als ein holländischer? Bemerkenswert auch, dass so gut wie nie in Ländern Rassen verboten werden, die aus dem betreffenden Land stammen – gibt es etwa auch bei Hunden ein Ausländerproblem?

in Gesetzesvorschlag in einem der neuen Länder nennt Hunderassen, die es gar nicht gibt – und noch nie gegeben hat. Vielleicht war aber auch der Beamte schwerhörig, als er nach dem Telefonat die Rassen „Vilabrasil“ und „Mastiono Neapolitaner“ – nicht zu verwechseln mit einer bekannten österreichischen Nussschnitte – kreierte… Wir setzen uns momentan auch vehement gegen die Erhebung von Kampfhundesondersteuern ein. In vielen Gemeinden gibt es übrigens eine Kampfhundesteuer – allerdings gab es dort noch nie einen derartigen Hund. Operative Hektik ersetzt hier offenbar geistige Windstille…

Auch aberwitzig ist, dass es, soweit ich weiß, noch kein Politiker geschafft hat, alle Rassen auf einem Bild oder in natura zu erkennen, die er verboten hat, oder verbieten will. Absurd die Tatsache, dass in Unfallmeldungen, die von der Polizei aufgenommen werden, häufig ?Pitbull? steht, ohne dass die Identität der Rasse annähernd festgestellt wurde. Ein Spiegelbild der öffentlichen Meinung – alles was mittelgroß ist, kurzhaarig und bissig kann ja nur ein Pitbull sein – frei nach dem Motto: „Unsere Meinung steht fest – bitte verwirren Sie uns nicht mit Tatsachen!“. Welch Wunder, dass trotzdem die Statistiken für uns immer noch recht gut aussehen.

Verbote ganzer Rassen mit der Begründung potentieller Gefährlichkeit schießen offensichtlich über das Ziel hinaus. Wenn man alles verbietet, was potentiell gefährlich ist, hätten wir weder Autos noch Messer, Gabeln oder Medikamente. Effektiv passieren in unserem Land pro Jahr durchschnittlich drei tödliche Unfälle mit Hunden aller (!) Rassen. Man soll zwar einen Mißstand nicht mit einem anderen entschuldigen, und jeder Unfall mit einem Hund ist einer zuviel, aber statistisch gesehen sterben meines Wissens selbst jährlich mehr Leute an Blitzschlag als durch Hunde in diesem unserem Lande – und von den Toten auf den Autobahnen möchte ich gar nicht sprechen.
Kurz gesagt – jedes unserer Bundesländer kennt ohnehin Rechtsgrundlagen, denen zufolge unzuverlässigen Haltern die Hundehaltung untersagt werden kann. Außerdem können Hunde, die sich als bissig erwiesen haben, mit Maulkorb- und/oder Leinenzwang belegt werden. Selbst Tötungsanordnungen der Hunde können ausgesprochen werden. Wenn man diese bestehenden Gesetze richtig anwendet, ergibt es keinen Sinn, geschweige denn eine Notwendigkeit, ganze Rassen zu verbieten.

Bestimmte seltene Rassen, die nicht vermehrt an Unfällen beteiligt sind, zu verbieten, um die Unfälle, die, verursacht durch falsche Haltung, mit Mischlingen und Schäferhunden passieren, zu verhindern, hat meines Erachtens, um einen Satz von Dieter Hildebrandt zu zitieren, „den Nährwert, wie wenn man seinen Zimmerkaktus mit Rheumasalbe begießt, um ihn vor der Rinderseuche zu schützen.“

Nun hoffe ich, dass ich ein wenig Sachlichkeit in die Diskussion eingestreut habe – gerade in der Tierärzteschaft sehe ich eine Chance, denn vielleicht wird doch der eine oder andere Tierarzt zu diesem Thema gefragt – auch wenn vielleicht wieder eine Gemeinde die Hunde verbieten oder Steuer erheben will.

Der Hund war 12.000 Jahre Beschützer des Menschen, aber auch Gefährte und Jagdhelfer. Eine derartige Behandlung, aber auch eine zu starke Vermenschlichung hat er nicht verdient. Es gibt keine „Kampfhunderassen“ – ein Hund als in der Evolution hochstehendes Individuum ist sehr lernfähig und kann von Menschen stark geformt werden. Setzen wir uns dafür ein, dass ein Mißbrauch der Hunde verhindert wird, dass Halter jedweder Rasse zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie sich falsch verhalten. Setzen wir uns dafür ein, dass nur geeignete Halter Hunde bei seriösen Züchtern kaufen. Wäre dieses Ziel erreicht, hätten wir viel gewonnen.
Fragen bezüglich dieser Thematik und auch die Rassen direkt betreffend beantworte ich Ihnen gerne. Es gibt übrigens Institutionen, die sich um aufgefundene, ausgesetzte und herrenlose Tiere speziell dieser Rassen kümmern. Bei Bedarf versuchen wir auch hier, Ihnen weiterzuhelfen. Der deutsche Dachverband der FCI-organisierten Hundevereine in Deutschland ist übrigens der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) – dort bekommen Sie Auskunft über alle FCI-Rassen und werden ggf. an den/die jeweiligen Rassehundezuchtverband/-verbände weitergeleitet.

Markus Rogen
cand.med.vet.
Perathonerstr. 12
D-81545 München
Tel.: 089-642739-62
Fax: 089-642739-64

http://www.brigitte.de/community/foren/s…=5&o=&vc=1

Über uns

Mein Name ist Klaus und ich bin ausgebildeter Hundetrainer. Ausgebildet wurde ich von Angie Mienk (mittlerweile hat sie einen Dr.-Titel in Psychologie und ist Dipl. Tierpsychologin, ausgebildet in den USA, wo das ein anerkannter Beruf mit Studium und Ausbildung ist)

Hunde sind meine Leidenschaft, ich kümmere mich als Tierpfleger jedoch auch um Wildtiere.

Ab sofort werde ich hier das Blog mit Angie teilen - alles über sie erfahrt ihr auf der HP: 

Hundeguru.com 

Hundeguru und Doggitalk werden ab sofort eng zusammen arbeiten. Ich freue mich schon drauf.

 

Euer Klaus 

Zuerst einmal eine kurze Erklärung warum es überhaupt verschiedene Rassen gibt…. ursprünglich gab es nur Hundetypen. Es gab Jagdhunde, Hütehunde, Bullenbeisser und viele andere. Gemeinsam hatten diese Hunde die jeweilige Arbeit und die körperliche und auch geistige Eignung dazu. Trotzdem gab es z.B. leichtere und schwerere Bullenbeisser – alle erfüllten aber den gleichen Zweck.
Diese Hundetypen sind dadurch entstanden, dass Menschen begonnen haben Hunde nach konkreten Gesichtspunkten auszuwählen, um sie für bestimmte Arbeiten zu nutzen. Von planmäßiger Zucht konnte man zu dieser Zeit noch nicht sprechen. Trotzdem bildeten sich durch diese Auslese unterschiedliche körperliche und charakterliche Merkmale heraus, die die Grundlage für die Entstehung der heutigen Hunderassen waren. Im Laufe der Generationen festigten sich diese Eigenschaften.
Zuerst waren es nur gemeinsame Leistungsmerkmale, die die Hunde in einer bestimmten Region oder innerhalb eines größeren Hunderudels auszeichneten. Doch oft hatten Hunde mit ähnlichen Eigenschaften im Laufe der Zeit auch gemeinsame äußere Merkmale. Grund dafür war nicht nur die Anpassung an gemeinsame Umweltbedingungen, sondern auch die Kreuzung verwandter Tiere miteinander. Wenn immer wieder Tiere mit gleichen oder ähnlichen Eigenschaften miteinander gepaart werden, kann man auf diese Weise erwünschte Eigenschaften fördern. Umgekehrt merzt man unerwünschte Eigenschaften in der Zucht aus, in dem man Träger dieser Merkmale von der Zucht ausschließt.
Die Hunderassen wie wir sie heute kennen wurden erst mit Beginn des Ausstellungswesens benötigt um Hunde körperlich besser vergleichen zu können. Trotzdem haben die meisten von ihnen viele Eigenschaften der damaligen Hundetypen übernommen.
Man könnte jetzt leicht auf die Idee kommen vom Hundetypus auf die Eigenschaften zu schließen. Leider gibt es aber kein einheitliches System zur Klassifikation der Hunderassen. Mit Klassifikation ist die Einteilung in z.B. Jagdhunde, Hütehunde, Hirtenhunde usw. gemeint. Allgemein üblich ist es die Hunderassen entweder nach ihrer Abstammung oder nach ihrem Einsatzzweck zu unterteilen. Da aber im Laufe der Geschichte durch viele Kreuzungen diverse Mischformen entstanden sind, hält man sich meistens an eine gemischte, oft rein willkürliche Gruppeneinteilung. Die einzelnen Hunderassen sind mal in der einen, mal in der anderen Gruppe zu finden. Daher reicht es meistens nicht aus bzw. ist oftmals schlicht und einfach falsch von der Klassifizierung auf die Eigenschaften einer Rasse zu schließen.
Es ist sehr schwer genau zu definieren was man von einer jeweiligen Rasse zu erwarten hat. Am ehesten wird man dem gerecht wenn man sich den ursprünglichen Zweck ansieht.
Auch bei dieser Betrachtungsweise sollte man aber darüber nachdenken wofür die betreffende Rasse heute eingesetzt wird und wie lange schon. Wenn ich den Deutschen Schäferhund als Beispiel nehme – er wurde ursprünglich als Hütehund gezüchtet, aber seit vielen Jahren nicht mehr bzw. kaum mehr als solcher eingesetzt. Der Hütetrieb dürfte also heutzutage bei weitem nicht mehr so stark ausgeprägt sein wie z.B. bei einem Border Collie, der nach wie vor zum Hüten eingesetzt wird.

Im Endeffekt bleibt mir also, wenn ich einer Rasse die richtigen Eigenschaften zuordnen möchte, nichts anderes übrig, als die genaue Rassegeschichte zu studieren und das heutige Zuchtziel bzw. die heutige Verwendung mit einzubeziehen. Aus den üblichen Rassebeschreibungen kann man zwar einiges, aber unter Umständen nicht alles herauslesen.

Wichtig für uns sind hier die Eigenschaften mit denen ich bei allen Tieren einer Rasse rechnen sollte. Es geht darum herauszufinden worauf ich mich einstellen sollte, ob der zukünftige Halter damit leben und umgehen kann bzw. auch wofür diese spezielle Rasse geeignet bzw. weniger geeignet ist.

Rottweiler
Rottweiler stammen von scharfen römischen Kriegs- und Wachhunden ab. Sie wurden in Rottweil als Metzgerhunde gehalten, die das Eigentum des Besitzers auf den bedeutenden Viehmärkten von Rottweil zuverlässig bewachten. Große Viehherden beschützte er auf dem Weg dorthin. Man brauchte treue, starke Hunde, die schmerzunempfindlich und verteidigungsbereit waren und bei Bedarf schwere Karren ziehen konnten. Sie besitzen heute noch einen ausgeprägten Schutzinstinkt. Damit er in missverständlichen Situationen unter Kontrolle bleibt, braucht er eine starke Hand und eine besonders konsequente Erziehung. Rottweiler, die dann den Gehorsam verweigern, machen Schlagzeilen. Es ist besonders wichtig, dass der Rottweiler schon als Welpe draußen mit anderen Hunden spielt, damit er keine Feindseligkeiten fremden Hunden gegenüber entwickelt. Anzeichen für grundlose Aggression müssen schon beim Welpen unterdrückt werden. Bei Raufereien mit anderen Hunden muss man sofort energisch eingreifen. Leider gibt es viele verhaltensgestörte Rottweiler, weil manche „Züchter“ meinen, Kampfmaschinen für eine ganz bestimmte Schicht der Bevölkerung produzieren zu müssen. Deshalb gilt gerade beim Rottweilerkauf: Erst beide Elterntiere persönlich kennen lernen, dann entscheiden. Beide Elterntiere müssen ruhig, freundlich und ausgeglichen sein. Reagiert auch nur ein Elternteil aggressiv, sollte man die Finger vom Nachwuchs lassen, da Schwierigkeiten vorprogrammiert sind. Rottweiler-Rüden werden 61-68 cm hoch, Hündinnen 56-63 cm. Das Haar ist nicht zu kurz, glatt und rauh mit darunter verborgener Unterwolle. Es ist immer schwarz mit rotem Brand.

Gliedern wir diese Beschreibung einmal auf –
Herauslesen können wir aus dieser Beschreibung jetzt:

o Rottweiler stammen von scharfen römischen Kriegs- und Wachhunden ab. Sie wurden in Rottweil als Metzgerhunde gehalten, die das Eigentum des Besitzers auf den bedeutenden Viehmärkten von Rottweil zuverlässig bewachten. Große Viehherden beschützte er auf dem Weg dorthin. Man brauchte treue, starke Hunde, die schmerzunempfindlich und verteidigungsbereit waren und bei Bedarf schwere Karren ziehen konnten.
Das sagt uns, dass der Rotti aller Wahrscheinlichkeit nach Schutztrieb hat und dass man auch annehmen kann, dass ihm „Zugsportarten“ liegen. Nachdem er das Eigentum selbständig beschützen musste sollte er also eigentlich auch ein selbständig denkender Hund sein.
o Damit er in missverständlichen Situationen unter Kontrolle bleibt, braucht er eine starke Hand und eine besonders konsequente Erziehung. Rottweiler, die dann den Gehorsam verweigern, machen Schlagzeilen. Es ist besonders wichtig, dass der Rottweiler schon als Welpe draußen mit anderen Hunden spielt, damit er keine Feindseligkeiten fremden Hunden gegenüber entwickelt. Anzeichen für grundlose Aggression müssen schon beim Welpen unterdrückt werden. Bei Raufereien mit anderen Hunden muss man sofort energisch eingreifen. Leider gibt es viele verhaltensgestörte Rottweiler, weil manche „Züchter“ meinen, Kampfmaschinen für eine ganz bestimmte Schicht der Bevölkerung produzieren zu müssen. Deshalb gilt gerade beim Rottweilerkauf: Erst beide Elterntiere persönlich kennen lernen, dann entscheiden. Beide Elterntiere müssen ruhig, freundlich und ausgeglichen sein. Reagiert auch nur ein Elternteil aggressiv, sollte man die Finger vom Nachwuchs lassen, da Schwierigkeiten vorprogrammiert sind.
Dieser Teil der Beschreibung hat für uns im Prinzip gar keine Bedeutung – das ist eigentlich nur Klischeegeschwafel.
o Rottweiler-Rüden werden 61-68 cm hoch, Hündinnen 56-63 cm. Das Haar ist nicht zu kurz, glatt und rauh mit darunter verborgener Unterwolle. Es ist immer schwarz mit rotem Brand.
Das sagt uns die ungefähre Größe der Rasse, die Haarlänge und die Farbe.

Diese Beispielrassebeschreibung ist für uns ziemlich unzureichend und irreführend, man müsste sich in diesem Fall – was meiner Meinung nach allerdings allgemein anzuraten ist – also eingehender mit der Rasse beschäftigen um eine korrekte Rassebeschreibung verfassen zu können.

Die Rassegeschichte in dieser Rassebeschreibung ist z.B. zwar grundsätzlich richtig, aber unvollständig. Der Rottweiler hat die Herden nämlich nicht nur bewacht, sondern auch zum Marktplatz getrieben und bei Rastplätzen auch gehütet.
Das heißt er müsste auch über Hütetrieb verfügen.

Dazu kommt aber in diesem Fall auch noch, dass der Rottweiler seit ewigen Zeiten nicht mehr zum Hüten und Karren ziehen verwendet wurde, sondern heutzutage als Arbeits- Begleit- und Wachhund verwendet wird.
Was wiederum für uns jetzt heißt, dass der Hütetrieb sich mittlerweile nur mehr eingeschränkt zeigen dürfte, da dieser ja seit langem nicht mehr gefördert wird.
Auch bei der Selbständigkeit widersprechen sich das ursprüngliche Zuchtziel und die heutige Verwendung gewaltig. Ein sehr selbständig denkender Hund gibt ja nur bedingt einen guten Arbeitshund ab, wobei Arbeitshund hier auf die Sitz/Platz/Fuss-Hunde auf den Hundeplätzen bezogen ist. Der Rückschluss daraus wäre, dass die Selbständigkeit zum Teil mittlerweile „herausgezüchtet“ wurde.

Bei dieser Rassebeschreibung fehlt z.B. auch die genaue Beschreibung des Hundes. Bei den spärlichen Angaben kann sich sicher keiner vorstellen wie dieser Hund aussieht.

Man müsste also zumindest noch ergänzen, dass er einen kräftigen Körperbau hat, eine relativ Kurze breite Schnauze, einen breiten Kopf und kurze, dreieckige, hängende Ohren.

Appenzeller Sennenhund (hier bin ich über eine suuuuuper Beschreibung gestolpert ;-) )
Der Ahnentafel der schweizerischen Sennenhunde ist schon zweitausend Jahre alt. Damals zogen die Romäner (????) (ich gehe davon aus, dass das Romanen heißen sollte) nach Norden. Sie nahmen große, schwere Doggen mit um das mitgebrachte Vieh zu jagen (damit dürfte treiben bzw. hüten gemeint sein). Je länger die Reise dauerte je kleiner die Herden wurden und die Hunden blieben in den schweizerischen Talen. Aus diesen Hunden entwickelte sich lokale Varietäten, die von Bauern hauptsächlich als Schäfer, Zieh und Wachhund benutzt wurden. Der gemeinsame Name wurde Sennenhund (Alpenhund). Die Rassen wurden im Laufe der Zeit jedoch sehr selten, aber dank einer großen Rettungsoperation und zielgerichtes Züchten blieb sie im Stande. Der Appenzeller Sennenhund ist einer dieser vier Rassen.

Rassebeschreibung
Der Appenzeller Sennenhund ist ein kräftiger, fast viereckiger Hund, mittelgross, lebendig und beweglich. Er hat selbstvertrauen, kennt keine Angst und ist Aufmerksam.
Kopf: ziemlicht flacher Schädel, am breitesten zwischen den Ohren, wird schmaler bei der Nase. Schwacher Stopp, ziemlich kräftige Vorderschnauze. Die Länge der Schnauze im Verhältnis zu dem Schädel ist 4:5. Schwarzer Nasenspiegel.
Augen: ziemlich klein, etwas schief gegen die Nase geklebt, lebendiger Ausdruck, braun.
Ohren: ziemlich klein, hoch angesetzt, dreieckig, hängend. Bei Gefahr gehen die Ohren hoch wodurch der Kopf auffällig dreieckig aussieht.
Gebiss: Scherengebiss
Nacken: mittellang, kräftig, trocken
Körper: runder Brust, oval im Durchschnitt, raum und mit deutlicher Vorderbrust. Starker Rürcken, kräftige Lenden.
Glieder: starke Knochen, gut nach hinten liegende Schulter, gerade Vorderbeine, gut gewinkelte Hinterbeine, ziemlich lange Sprunge
Rute: hoch angesetzt, mittellang, viel Fell.
Bewegung: frei, mit viel Schwung
Fell: glänzend, kurz, fest, anliegend. Schwarzes oder braunes Unterfell.
Farbe: schwarze Basisfarbe mit rostbraunen und weissen deutliche Abzeichen. Weisser Bles auf dem Kopf. Das Weiss muss bis auf dem Nachken an der Vorderseite der Brust anwesend sein udn auch auf allen Füssen und das Ende der Rute. Rostbraune Abzeichen auf den Beinen, Brust und rund den After, immer zwischen das schwarze und weisse Teil.
Schulterhöhe: Rüde 54-56 cm, Hündin 50-52 cm.

Zusammenfassen könnten man die Beschreibung so:
Der Appenzeller Sennenhund ist ein mittelgroßer Hund mit kräftigem Körperbau. Er hat einen kräftigen Kopf mit schwachem Stop und einer mittellangen, eher breiteren Schnauze. Die Ohren sind dreieckig, eher klein und hängend. Sein Fell ist kurz. Die Grundfarbe ist schwarz mit rostbraunen und weißen Abzeichen und einer weißen Blesse auf dem Kopf.
Dann der Teil mit der Abstammung:
Der Ahnentafel der schweizerischen Sennenhunde ist schon zweitausend Jahre alt. Damals zogen die Romäner nach Norden. Sie namen grosse, schwere Doggen mit um das mitgebrachte Vieh zu jagen. Je länger die Reise dauerte je kleiner die Herden wurden und die Hunden blieben in den schweizerischen Talen. Aus diesen Hunden enwickelte sich lokale Varietäten, die von Bauern hauptsächlich als Schäfer, Zieh und Wachhund benutzt wurden. Der gemeinsame Name wurde Sennenhund (Alpenhund). Die Rassen wurden im Laufe der Zeit jedoch sehr selten, aber dank einer grossen Rettungsoperation und zielgerichtes züchten blieb sie im Stande. Der Appenzeller Sennenhund ist einer dieser vier Rassen.
Daraus kann man herauslesen, dass wir bei dieser Rasse mit Schutz- und Hütetrieb rechnen sollten, wobei es heutzutage so ist, dass diese Hunde kaum bis gar nicht mehr zum Hüten eingesetzt werden, das heißt der Hütetrieb dürfte schon stark zurückgegangen sein. Auch Wagen ziehen könnte ihm Spass machen. Auch der Appenzeller Sennenhund ist ein sehr vielseitiger Hund, mit dem man so ziemlich jede Sportart ausüben könnte. Er wird heute hauptsächlich als Begleiter gehalten.

Der Dalmatiner war früher als Jagd und Kutschhund bekannt. Heute ist er meist als Haus- und Familienhund zu finden.

Was lesen wir da heraus?
Früher Jagdhund – also sollte man zumindest mit Jagdtrieb rechnen, auch wenn er schon ewig von dieser Verwendung weg ist. Die Beschreibung ist allerdings die einzige die ich gefunden habe bei der der Dalmatiner als ehemaliger Jagdhund deklariert ist.
Angeblich wurden aber früher auch Pointer eingekreuzt (was rein vom Aussehen her durchaus zutreffend sein könnte), also sollte man alleine schon aus dieser Einkreuzung damit rechnen.
Zusätzlich: Als Kutschhund begleitete er Kutschen um sie sowohl optisch zu schmücken, als auch anzukündigen (also den Weg frei zu machen) und zusätzlich zu beschützen.
Man sollte also auch mit einem gewissen Schutztrieb rechnen.
Heute findet er hauptsächlich als Begleithund Verwendung.
Auch er ist ein „Allround Hund“, bei dem Einschränkungen im Sport eigentlich nur durch Gesundheit und Spass daran gegeben sind. Vielleicht haben heutzutage sogar noch ein paar hütetrieb – angeblich wurde er von den „kleinen Leuten“ früher auch dafür eingesetzt.

• Charakter: temperamentvoll, fröhlich, kinderfreundlich
• Größe: bis 61 cm
• Gewicht: 24-28 kg
• Farben: leberfarben gefleckt, schwarz gefleckt
• Pflege: tägliches Bürsten, Fell mit Hundehandschuh abreiben
• Auslauf: ausdauernder Läufer
• Alter: 10- 14 Jahre
• Einschränkungen: Beim Kauf unbedingt das Hörvermögen des Hundes prüfen!!
• FCI- Gruppe: Gr.6 Lauf- und Schweißhunde und verwandte Rassen
Der Dalmatiner ist ein mittelgroßer, schlanker aber muskulöser Hund. Das Fell hat die
Grundfarbe weiß mit meistens schwarzen oder dunkelbraunen Tupfen. Es gibt ihn aber
auch in „orange“ (Semmelfarbene Tupfen und braune Nase) und „yellow“
(Semmelfarbene Tupfen und schwarze Nase). Er hat kurzes Fell und dreieckige,
hängende, aber nicht sehr lange Ohren. Die Schnauze ist eher lang.

Drucken Sie Ihr
Eigenes Motiv auf alles!
Widerristhöhe: 56 – 64 cm
Gewicht: 30 – 32 kg
Alter: bis 13 Jahre
Ursprungsland: Grönland
Fell: alle Farben
heute: Schlittenrennen, Jagdhund
früher: Schlitten-, Schutz- und Wachhund

Wesensmerkmale:

 

Rassengeschichte:
Die Ahnenreihe dieser Rasse läßt sich vielleicht auf Hunde zurückführen, die vor mehr als 12 000 Jahren mit sibirischen Stämmen ins Land kamen. Die Nachfahren dieser Stämme, die Inuit, haben möglicherweise einheimische Wölfe für die Weiterzucht verwendet.

Allgemeines:
Hunde vom Spitztyp sind seit dem Altertum im ganzen arktischen Raum verbreitet. Seit der Einführung moderner Transportmittel im 20. Jahrhundert sind die Bestände rapid zurückgegangen. Der Grönlandhund ist nicht so schwer wie der Eskimohund, doch oft ein wenig größer. Er gibt sich zwar reserviert und unabhängig, kann aber sehr anhänglich werden. In Norwegen und Schweden ist er als Wandergefährte beliebt geworden.

Beschreiben würde ich ihn so:
Der Grönlandhund ist ein mittelgroßer, kräftiger Hund mit mittellangem, sehr dichtem Fell.
Er hat Stehohren und eine Eher spitze Schnauze. Die Rute wird über den Rücken „gerollt“ getragen.
Es gibt ihn in allen möglichen Farbvariationen.

Gezüchtet wurde der Grönlandhund für die harte Arbeit vor dem Schlitten, als Wachhund und
auch als Jagdhund.
Rechnen muss man bei diesem Zuchtzweck natürlich mit einer gehörigen Portion Jagdtrieb und
auch Schutztrieb. Als Schlittenhund musste er immer sehr selbständig agieren. Als Hund der für
selbständiges Denken gezüchtet wurde werden ihm Sportarten wie Agility, Unterordnung,
Breitensport und alle anderen Sportarten bei denen es viele Wiederholungen gibt schnell
langweilig werden.

www.hunde.com
http://de.animals-online.info
http://www.colliehaus.de
http://www.hundund.de

 

von A. Stützner

Das macht einen guten Trainer aus:

1. Flexibilität – Jeder Hund ist anders. Ein Profi Trainer wählt die Methoden und Techniken, die zu Deinem Hund passen.

2. Erfahrung – Beurteile einen Trainer nicht nach seinen Jahren in der Praxis, sondern nach seiner Arbeit in der „Hunde Welt“. Manche Leute fahren seit 20 Jahren Auto, können aber noch immer nicht gerade parken. So ähnlich ist es auch mit dem Hunde-Training.

3. Qualifikation – Du wirst Dich vermutlich nach den Qualifikationen und Zertifikaten erkundigen wollen. Du solltest aber bedenken, dass es keine universell anerkannten Qualifikationen gibt. Es ist auch so, dass ein Stück Papier mit einem Namen darauf nichts über das Können aussagt. Du kannst 2 Ärzte haben, mit derselben Ausbildung und Qualifikation – einer ist ein wahrer Heiler, der sich
bestens um seine Patienten kümmert, sich um sie sorgt. Der andere sorgt sich nur um das Geld, seinen Titel, und interessiert sich nicht im Geringsten für seine Patienten. Dieselbe Qualifikation, für den Kunden aber ein gewaltiger Unterschied.

4. Kosten – Vergewissere Dich, für Resultate zu zahlen, nicht für eine gewisse Menge an Stunden.
Ein guter Trainer weiß, dass einige Hunde (und Menschen) schneller oder langsamer lernen als andere.

5. Vermeide Gruppen Lektionen /Unterricht – In einer Gruppe sind zu viele Ablenkungen. Du und Dein Hund, ihr werdet von einem Trainer betreut, und seid so gewiss, das ihr seine ungeteilte Aufmerksamkeit habt.
Viele Menschen scheuen sich vor Privat-Lektionen, da sie die Kosten fürchten. Jemand, der sehr wenig für eine Stunde berechnet, hat entweder keine Wertschätzung für seine Arbeit, ist ein Mönch, oder hat nicht viel Zeit mit seiner Ausbildung und Weiterbildung verbracht und betreibt das Training als Hobby. Vergleiche doch einmal die Kosten mit denen für Dein Auto, oder den Klempner. Dagegen sind Profi-Trainer noch günstig.
Vor allem, da Du in Privat-Lektionen Deinen Trainer mit niemandem teilen musst, es geht in diesen Lektionen allein um Dich und Deinen Hund nicht um eine allgemeine Abfolge. Dies wird sich auch im Zeitablauf bemerkbar machen.

6. Wartelisten – Ein Profi Trainer hat nicht selten eine Warteliste für Menschen, die mit ihm/ihr arbeiten möchten. Dein Ziel sollte es sein, mit dem für Dich und Deinen Hund besten Trainer zu arbeiten, den Du finden kannst. Handele nicht an der Preisgestaltung. Viele Trainer, die mit Sonderangeboten und besonders günstigem Training werben, würdest Du nicht an erster Stelle haben.
Es ist besser, mehr in ein professionelles Trainingsprogramm zu investieren, als Zeit mit der Jagd nach Sonderangeboten zu verschwenden, um schließlich doch ein professionelles Training zu wählen.
Einen Hund zu korrigieren ist langwieriger und teurer, als von Anfang an ein professionelles Training zu wählen. Erwarte für ein professionelles Trainingsprogramm zwischen 300,- und 1000,- EUR, bzw. zwischen 40,- und 100,- EUR pro Stunde.

7. Frage nach einer Gratis Beratung – Du musst nicht dafür bezahlen, einen Trainer kennen zu lernen und Deinen Hund und Dich vorzustellen. Eine gute erste Beratung dauert meist zwischen 1 und 3 Stunden.

8. Schicke Deinen Hund nicht fort, um ihn trainieren zu lassen. – Oft ist diese Variante, auch als Trainingslager bekannt, nur Geldmacherei, da durch das Unterbringen des Hundes die Kosten unnötig in die Höhe getrieben werden. Wie willst Du mit Deinem Hund gut auskommen, wenn jemand anders mit ihm arbeitet? Stell Dir folgendes vor: Ich kann ein Super Hightech Sport Auto für Dich erfinden und
bauen, aber wirst Du es fahren können, ohne es fahren zu lernen? Du wirst nicht von A nach B kommen.
Finde einen Trainer, der Dir beibringt, Deinen Hund zu trainieren.

9. Hole Dir keinen Trainer nach Hause, um mit Deinem Hund zu arbeiten – Es ist besser, mit Deinem Hund in neutralem Gebiet zu arbeiten, so fühlt er sich nicht bedrängt und muss seine sichere Rückzugsmöglichkeit nicht fürchten. Es hat sich als besser erwiesen, wenn Du in neutralem Terrain lernst, Deinen Hund zu trainieren.

10. Vermeide Hobbytrainer – Ein Trainer, der diese Arbeit zeitweise betreibt, hat nicht viel Erfahrung und Flexibilität zu bieten.
Hunde Training ist beides, Kunst und Wissenschaft.
Du wirst kein professioneller Trainer, ohne lange Zeit mit erfahrenen Trainern gearbeitet zu haben, ohne das Hintergrundwissen, die Arbeit mit verschiedenen Hunden und so weiter. Ein Profi-Trainer lebt seine Arbeit.

 

images

Ältere Artikel »